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Die 7 wichtigsten Fakten zu Videofiles

von Marcel Alles, 3 min. Lesezeit
Marcel Alles

 

Mit Deinem Videocontent steht und fällt Deine Reichweite. Keine andere Medienart erzielt so viel Aufmerksamkeit wie Bewegtbild – und das über alle Kanäle. Darum muss sich heute jede Organisation zu Videos und Bewegtbild aufstellen. Sei es beispielsweise das Imagevideo oder der Unternehmensfilm, eine Pressekonferenz des CEO oder die neue Produktvorstellung – jeder muss laut sein und ins Bewusstsein seiner Zielgruppe eindringen um zu überleben.

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Richtig gemacht birgt Video eine Fülle von Chancen. Allerdings gibt es im Zusammenhang mit Video sehr viele Mißverständnisse. Heute filmt jeder schnell mit dem Handy, jeder lädt mal schnell ein Video irgendwohin. Selten sind die Workflows durchdacht und Standards definiert. Man lässt mal schnell den Videojockey ein Event abfilmen und merkt erst Jahre später das die Qualität so schlecht ist, dass das Material für den Jubiläumsfilm auf dem großen Monitor völlig ungeeignet erscheint – dabei sah es bei Instagram auf dem Smartphone doch ganz gut aus… Noch schlimmer wenn echte Presseanfragen kommen und der Chef gerne das eigene gebrandete Filmmaterial bereit stellen möchte – dieses allerdings wegen der unzureichenden Qualität nicht akzeptiert wird.

 

Die 7 wichtigsten Facts zu Videofiles

  • Videodateien haben eine erhebliche Dateigröße
  • Videodateien lassen sich durch „Zippen“ nicht verkleinern – sie sind bereits komprimiert
  • Es gibt eine Vielzahl von Stellschrauben an der Dateigrösse die immer mit Qualität verbunden sind
  • Jede nachträgliche Kompression hat erheblichen Einfluss auf die Bildqualität
  • High-Definition („HD“) oder auch 4K sind alleine kein Qualitätsmerkmal – es muss immer die Wiederhol- und Datenrate des Materials zusätzlich geprüft werden. Das drückt sich im „Format“ und „Aufzeichnungscodec“ aus.
  • Einmal „runterkomprimiert“ kann die Ausgangsqualität nie wieder hergestellt werden. Man kann zwar in einen anderen Codec transkodieren (der Fachbegriff für das Umrechnen von Videoformaten) – dann heißt das Format wie gewünscht. Die verlorenen Bilddetails und Auflösung sind aber unwiederbringlich verloren.
  • Welche Qualität innerhalb der Kamera aufgezeichnet wird, macht zumeist keinen finanziellen Unterschied!

 

Ein Beispiel:

  • Wir filmen ein Interview von ca. 10 Minuten.
  • Die Aufnahme erstellen wir mit einer professionellen Kamera, weil wir davon ausgehen, das das Material später mehrfach und in unterschiedlichsten Szenarien zum Einsatz kommt:
  • Weitergabe an TV und Presse
  • Ausschnitte im Unternehmensfilm
  • Präsentation vor Kunden und Mitarbeitern auf Großbildleinwand beim Jahresempfang
  • Einsatz am Messestand
  • Eigene Social-Media-Kanäle
  • Fremde Social-Media-Kanäle
  • Archiv
  • Weil das Material für diese diversen Einsätze noch bearbeitet wird, wählen wir einen höheren Qualitätsstandard um die größtmögliche Freiheit am Schnittplatz zu haben: Es wird in HD gedreht mit einer Spezifikation von „1080p24“ (nicht verwirren lassen). Ein paar Beispiele:
    • Für den YouTube-Einsatz und Social-Media-Einsatz würde ein „h.264 / mp4“ reichen – das wären bei 10 Minuten Interview eine Dateigröße von knapp 4 GB
    • Das Material wäre für professionelle Einsätze kaum zu benutzen. Auf großen Bildschirmen und Screens wären Blockbildungen zu erwarten
    • Um mehr Qualität im Rohmaterial / Ausgangsmaterial zu haben, wünscht der Cutter oder Videoproducer des Vertrauens einen „Broadcast-Codec“ – sagen wir „ProRes 422“ – das wären bei 10 Minuten Interview eine Dateigröße von rund 9 GB (0,92 GB/min)
    • Der Leiter der PR-Abteilung hat sich auch informiert und liest überall, das „HD“ bereits veraltet ist und „4K“ für die Zukunft (zumindest mal ein paar Jahre) das Maß der Dinge sein wird. Er bestellt das Interview nicht in 1080p sondern in „4k“ (das ist die vierfache Pixelanzahl im Vergleich zu HD) – als Codec nehmen wir wieder wegen der Vergleichbarkeit „ProRes 422“ an. Das wäre bei 10 Minuten Interview eine Dateigröße von mehr als 70 GB (7 GB/min)

Tipp: Berechne Deine individuelle Dateigröße doch mit unserem Video-Space Calculator

Fazit: In diesem Beispiel hat also ein und dasselbe Interview von 10 Minuten as Dateigröße einmal 4 GB, einmal 9 GB und einmal sogar 70GB. 

 

Als Begründung für eine höhere Auflösung tauchen in der Post-Produktionswelt immer die folgenden 2 Argumente auf:

 

1. Möglichkeit des Zoomens

2. Grading-Reserven

 

Uns ist bewusst, dass mit h265 durchaus akzeptable Qualitäten bei niedrigen Bitraten erreicht werden. Jedoch ist dies aber auch nur eine Lösung für den Weg zum Endprodukt bzw. Endkunden...

Dieses Beispiel soll zeigen, das die Arbeit mit Videos facettenreich ist. Auf jeden Fall bringt es vorhandene Infrastrukturen wie Rechner, Server, Software und Internetanschlüsse sehr schnell an Ihre Grenzen. Denn es macht Sinn, bei der Akquisition sehr hohe Qualitätsstandards zu setzen. Und trotzdem könnte es einfach sein, mit diesen Datenmengen zu arbeiten – wenn man die gelernten Workflows ein wenig anpasst und sich gedanklich vom physikalischen Datenträger trennt. In Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung gibt es bestehende Out-of-the-box Lösungen und auch Workflows die erhebliche Kosten und vor allem zeitlichen Aufwand einsparen. Die Internetbandbreiten nehmen erheblich und rasant (endlich!) zu. Der Mobilfunkstandard „5G“ ist bereits in Asien und in Testfeldern auch in Berlin Realität. Dann ist nicht mal mehr ein fester Internetanschluss notwendig. Nicht zu verachten: die Flexibilität! Mit der Cloud steht das gesamte Archiv 24/7 und global immer zum sofortigen Einsatz bereit…

 

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